Wiele mat 16 Joer?

„Sidd Dir mat der Iddi averstanen, datt d’Lëtzebuerger, déi tëschent 16 an 18 Joer al sinn, d’Recht kréien, sech fakultativ an d’Wielerlëschten anzeschreiwen, fir als Wieler bei de Wahle fir d’Chamber, d’Europaparlament an de Gemengerot souwéi bei de Referende matzemaachen?“

Ja zur Jugend – Nein zur Senkung des Wahlalters

Die CSV bekennt sich klar zu einer größeren politischen Einbindung der Jugend. Die politische Partizipation der Jugendlichen darf aber nicht auf ein fakultatives Wahlrecht reduziert werden. Die Senkung des Wahlrechts ist wesentlicher und komplexer und wirft außerdem mehr Fragen auf, als dass es Antworten liefert.

Der Jugendliche ist noch nicht im Besitz aller Rechte und unterliegt ebenfalls noch nicht allen Pflichten die mit der Volljährigkeit zusammenhängen. Ist es in diesem Fall sinnvoll, bestimmte Rechte von der Volljährigkeit zu lösen? Besteht nicht das Risiko, dass weitere Rechte, aber auch vor allem Pflichten, von der Volljährigkeit losgekoppelt werden?

Die politische Teilnahme der Jugend setzt eine geeignete politische Information und Bildung voraus. Familie und Schule, aber auch die Politik selbst sind gefordert, aufzuklären und zu informieren. Sie sollen für die politische Sache begeistern.

Die politische Teilnahme der Jugendlichen setzt die Schaffung eines kohärenten Erziehungs- und Bildungskonzeptes in Fragen von staatsbürgerlicher und politischer Bildung voraus.

In unserem Wahlprogramm von 2013 hatten wir uns klar dafür ausgesprochen, die politische Bildung in den Schulen flächendeckend zu fördern. Die Jugendlichen müssen mit Strukturen und Verfahren demokratischer Willensbildung und Entscheidungsprozessen vertraut gemacht werden.

Auch sollen die Befugnisse des nationalen Jugendparlaments, mit regionalen und sektoriellen Antennen, ausgeweitet werden. Eine andere Forderung ist die einer Jugendkommission in jeder Gemeinde, diese Kommission soll 15-18-Jährige einbinden. Die Jugendlichen müssen eine Stimme bekommen, die gehört wird.

In unseren Augen ist dies der geeignetere Weg um die Teilnahme der Jugendlichen ernst zu nehmen und zu stärken

Warum ist die CSV gegen die Senkung des Wahlalters?

  • Weil 16-Jährige nicht volljährig sind und demnach nicht alle Rechte und Pflichten ausüben bzw. übernehmen können!
  • Weil die Wahlpflicht irgendwann einmal zur Ausnahme wird, wenn immer mehr Personen „nur“ das Wahlrecht bekommen.

Alternativen der CSV

  • Dynamik und Befugnisse des nationalen Jugendparlaments weiter fördern und gegebenenfalls regionale und sektorielle Jugendparlamente einsetzen
  • Einrichtung auf kommunaler Ebene einer Jugendkommission für Jugendliche ab 15
  • Flächendeckendes Angebot politischer Bildung an den Schulen